Messergebnisse
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Mittelwert
bestehender Faktor
Zielwert
neuer Faktor
 

Manuelle Kalibration mit dem Kalibrationsrechner

Um mit einem Blutbildystem richtige und zuverlässige Messergebnisse zu erhalten, sind neben der vorgeschriebenen, ständigen Kontrolle mit Kontrollbluten auch die gelegentliche Kalibrierung erforderlich. Insbesondere im Rahmen der Neuaufstellung des Geräts sowie umfangreicherer Reparaturen, die das Meßsystem betreffen, wird eine Neukalibration durchgeführt. Auch wenn die letzte Kalibration bereits lange zurückliegt, und die Kontrollmessungen bei mehreren Parametern und auf unterschiedlichen Levels erheblich von den vorgegebenen Zielwerten abweichen, und damit die gesetzlichen Vorgaben nur schwer zu erfüllen sind, sollte eine Neukalibration erfolgen. Mit den Blutbildkalibratoren von BGT stehen in der Praxis bewährte und zuverlässige Produkte bereit, die Ihnen diese Arbeit erleichtern. Obgleich die meisten modernen Hämatologie-Systeme über die Möglichkeit einer automatischen Kalibrierung verfügen, kann es im Einzelfall sinnvoll sein, diesen Schritt von Hand durchzuführen. Die dabei notwenige Berechnung eines neuen Kalibrationsfaktors kann mit Hilfe der untenstehenden Eingabemaske erfolgen. 
Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Bereiten Sie das für Ihren Blutbildanalysator geeignete Kalibrationsblut z.B. Cal-o-trol Plus von BGT, wie auf dem beiliegenden Beipackzettel angegeben, für die Messung vor (Raumtemperatur, Mischen usw.). Beachten Sie, daß es nicht erlaubt ist, Kontrollblut zur Kalibration zu verwenden!
  2. Führen Sie mehrere Messungen mit dem Kalibrationsblut durch, bis Sie stabile Ergebnisse erhalten. Notieren Sie sich die Ergebnisse, bzw. lassen Sie sie ausdrucken.
  3. Notieren Sie sich die für die einzelnen Parameter bei diesen Messungen verwendeten Kalibrationsfaktoren.
  4. Rufen Sie nun diese Berechnungsseite auf.
  5. Geben Sie mehrere Meßergebnisse (max. 5) eines Parameters ohne Meßeinheit (nur die Zahlen) in die Eingabefelder der Spalte >>Meßergebnisse<< ein.
  6. Tragen Sie den verwendeten Kalibrationsfaktor für diesen Parameter in das Feld >>bestehender Faktor<< ein. 
    Hierbei ist es gleich, ob Sie diesen Wert in Form von beispielsweise 1.05 oder 105% angeben. Vermeiden Sie allerdings die Eingabe des Prozentzeichens.
  7. Entnehmen Sie dem Werteblatt des Kalibrators den für Ihr Gerät angegebenen Zielwert für diesen Parameter und tragen Sie ihn in das gleichnamige Eingabefeld >>Zielwert<< ein.
  8. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche >>berechnen<<.
  9. Es wird aufgrund der von Ihnen eingegebenen Messergebnisse ein Mittelwert bestimmt und anhand dessen sowie dem vorhandenen Kalibrationsfaktor und dem Zielwert der neue Kalibrationsfaktor für diesen Parameter berechnet. Der neue Kalibrationsfaktor wird in der gleichen Einheit bzw. Dimension angegeben wie der bestehende, also beispielsweise als 0.89 bzw. 89% (allerdings ohne Prozentzeichen).
    Bei der Fehlbedienung des Kalibrationsrechners, wie beispielsweise der Eingabe von Buchstaben, erfolgen entsprechende Hinweise.

Beispiel:
Sie erhalten mit dem Kalibrator Cal-o-trol Plus für den Parameter RBC u.a. folgende Meßergebnisse 4.65, 4.72, 4.67 und 4.73 x 106/μL.
Als bestehender Kalibrationsfaktor wird hierbei 88.5 % verwendet. 
Als Zielwert ist im Werteblatt für das Gerät 4.52 x 106/μL angegeben. 
Diese Werte tragen Sie (ohne Angabe der Einheiten) in die Eingabemaske ein und klicken dann die Schaltfläche >>berechnen<< an. 
Als Mittelwert der Meßergebnisse wird nun 4.693 angegeben und als neuer Kalibrationsfaktor 85.247 berechnet.
Da der neue Kalibrationsfaktor nicht dem bestehenden entspricht, wird das Anzeigefeld farblich hervorgehoben.

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